Alois Andritzki

Alfons Duschak:

…Die Gestapo wollte und musste einen Grund finden, um ihn zu verhaften; denn, wo hatten die Nazis schon solche Leute. Alois musste weg von dieser Jugend, die ihn liebte. Bestimmt hat man einen Grund darin gesucht, dass er seine wendische Heimat und deren Bewohner liebte. Immer wieder war das fürchterliche Wort: Vorbreitung zum Hochverrat schnell zur Hand. . Man hat es als Verrat am Deutschtum hingestellt…

 

Feind der NS

 

Martha Hantusch:

…Alois hatte in Dresden Kontakt zu Polen. Er war in den Ferien öfters in Polen, sprach polnisch. Er hat Beichten von Polen gehört. Und er hat Gottesdienst in polnischer Sprache gefeiert. Die Polen waren darüber sehr froh. Das war einer der Gründe für seine Verhaftung. Alois hatte viel für die Polen übrig. In Dachau hat er den Kontakt zu polnischen Priestern gesucht….

Als Martha Andritzki in Berlin um Freilassung für Alois bat, sagte ihr ein SS-Mann: „Er verkehrt ja mit Polen. Sie wissen ja, daß die Polen Menschen zweiter Klasse sind.“

 

 

(1) Alfons Duschak, Unser Alois Andritzki (Notiz)
(2) Martha Hantusch (geb. Andritzki), Alois und die Polen;  (Telefonat 07.08.1998 mit R. Ledschbor)